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9. Neujahrsempfang der Rechtsanwaltskammer Wien

Präsident Michael Enzinger lud zum Gedankenaustausch in die Österreichische Nationalbibliothek - Wechsel im Justizministerium bringt neue Chancen für Anwaltschaft 2018

Wien (OTS) - Anlässlich des alljährlichen Neujahrsempfangs lud die Rechtsanwaltskammer Wien am 16. Jänner zum Gedankenaustauch in die Nationalbibliothek. Präsident Michael Enzinger sieht nach Wechsel im Justizministerium neue Chancen für Anwaltschaft.
Im Zuge des diesjährigen Neujahrsempfangs der Rechtsanwaltskammer Wien begrüßte Präsident Dr. Michael Enzinger in seiner Festrede nicht nur ein neues Jahr, sondern aufgrund des Wechsels im Justizministeramt auch neue Chancen für die Anwaltschaft:
„Mit dem Wechsel an der Spitze hält auch der Reformwille der neuen Bundesregierung in der Justiz Einzug. Die Koppelung des Justizressorts mit der Staatsreform ist eine eindeutige Aufwertung der Justiz. Auch die Übersiedlung des Verfassungsdienstes vom Kanzleramt in das Justizressort ist ein wichtiges, positives Signal. Schon vor Jahreswechsel wurden einige unserer jahrelangen Forderungen festgeschrieben: die Stärkung der anwaltlichen Verschwiegenheit, die Zulassung von Privatgutachten und die Trennung von Gutachtern im Ermittlungs- und im Hauptverfahren, höhere Entschädigungen für freigesprochene Angeklagte, aber auch der Ausbau und die Erleichterung der Berufung sowie die allgemeine Verfahrensbeschleunigung. Ob und inwiefern diese Themen umgesetzt werden, werden wir eingehend beobachten. Wir erhoffen uns jedenfalls ein langfristiges Entwicklungskonzept für die Justiz“.
Neben den Erwartungen an das neu geordnete Justizressort wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs auch wichtige Zukunftsthemen wie die Digitalisierung der Branche beleuchtet. Zudem wurde erstmalig eine Leistungsschau der Rechtsanwaltskammer Wien in Form eines Leistungsberichts für das Jahr 2017 erstellt, der unter dem Titel „Wir für Sie – Leistungsbericht 2017 – Perspektiven“ die vielfältigen Funktionen und Serviceleistungen der Rechtsanwaltskammer Wien vorstellt. Auf den mehr als 60 Seiten sind auch die ersten Ergebnisse der Neustrukturierung der Rechtsanwaltskammer, die Präsident Enzinger für die Rechtsanwaltskammer Wien sowie Präsident Gartner für die Disziplinargerichtsbarkeit bereits umgesetzt haben, ebenso wie ein Ausblick, welche Neuerungen das neue Jahr bringen wird, nachzulesen.
Unter den zahlreichen Gästen waren auch OLG-Präsident Gerhard Jelinek, Präsident der Österreichischen Notariatskammer Ludwig Bittner sowie Generalsekretär Christian Sonnweber, Volksanwalt Peter Fichtenbauer, OGH-Vizepräsidentin Elisabeth Lovrek, Finanzprokurator Wolfgang Peschorn, Generalprokurator Franz Plöchl sowie Justiz-Sektionsleiter Christian Pilnacek und Justiz-Sektionsleiterin Sonja Bydlinksi.
Traditionell wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs das Ehrenzeichen der Wiener Rechtsanwaltschaft verliehen. Der seit 1970 als Rechtsanwalt tätige Verkehrsrechtsexperte und ehemalige Vizepräsident des Disziplinarrats Dr. Tassilo Neuwirth wurde für seine Verdienste rund um seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Disziplinarrat honoriert. Überreicht wurde das Ehrenzeichen von Präsident Michael Enzinger.
Über die RAK Wien
Die Rechtsanwaltskammer (RAK) Wien ist die Standesvertretung der in Wien niedergelassenen Rechtsanwälte. Aufgabe der RAK Wien ist neben der Vertretung der Interessen der mehr als 4000 Mitglieder auch die Begutachtung von Gesetzen und das Erstellen von Gutachten sowie die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten im Wege des Disziplinarrechts. Dachorganisation der neun Rechtsanwaltskammern ist der Österreichische Rechtsanwaltskammertag (ÖRAK).

Rückfragehinweis:
Mag. Cornelia Mayer
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+43 (0) 664 889 75 832
cornelia.mayer@minc.at
eue Chancen für Anwaltschaft 2018

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12.10.2015 | Mail an den Autor

Ein Stand wehrt sich

Der Rechtsanwaltstarif ist eine Säule, um der Anwaltschaft eine angemessene Entlohnung zu sichern. Der Tarif ist seit 7 Jahren eingefroren, die Inflation beträgt inzwischen mehr als 15 Prozent. Die Justizminister Karl und Brandstetter gestanden zwar die Notwendigkeit der Anpassung ein, haben diese aber nicht durchgesetzt. Die Rechtsanwaltschaft sieht sich aufgrund der nicht eingehaltenen politischen Zusagen gezwungen, die kostenlose Rechtsberatung vorläufig ab November einzustellen.
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