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Die Wiener Rechtsanwaltskammer vertritt nicht nur die Interessen aller in Wien niedergelassenen Rechtsanwälte, sondern fungiert auch für Bürgerinnen und Bürger, die rechtlichen Rat suchen, als Servicestelle.

Unfall

Ein Unfall ist ein plötzliches, unvorhergesehenes und ungewolltes Ereignis mit Körperschädigung. Ein Sportunfall, der im Zusammenhang mit einer sportlichen Aktivität eintritt, kann für den Betroffenen neben den Verletzungen auch oft zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.

Ein Unfall mit einem Fahrrad wird sich in der Regel auf der öffentlichen Straße zutragen und unterliegt daher den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (StVO). Rechtlich gesehen ist ein Fahrrad gemäß § 2 Abs 1 Z 22 StVO ein Fahrzeug, das mit einer Vorrichtung zur Übertragung der menschlichen Kraft auf die Antriebsräder ausgestattet ist.

Ereignet sich der Radunfall im Profisportbereich (Vertragssportler), ist auf die jeweilige Sportart und die damit verbundenen Regeln abzustellen. Gefährdungen oder Verletzungen werden bei einigen Sportarten wegen ihrer mit der Natur dieser Sportart verbundenen Regelmäßigkeit in Kauf genommen.

Die mit einem Sportunfall verbundenen Schäden sind grundsätzlich selbst zu tragen. Anders verhält es sich, wenn eine dritte Person an dem Sportunfall beteiligt ist. In diesem Fall kommen Ansprüche des Geschädigten gegen den Schädiger auf Bezahlung von Schadenersatz in Betracht. Ist der Schädiger privathaftpflichtversichert, so genießt er versicherungsrechtlichen Schutz für die durch ihn verursachten Schäden des Geschädigten.

Sportunfall im Rahmen einer Sportveranstaltung
Bei Eintritt von Verletzungen oder Sachschäden im Zuge einer Sportausübung ist immer ein rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten eines Dritten Voraussetzung dafür, dass entsprechende Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können.

Grundsätzlich gilt, dass die bei der Sportausübung gesetzten Handlungen, die einen anderen Sportteilnehmer gefährden oder am Körper verletzen, dann nicht rechtswidrig sind, wenn sie nicht das Risiko der betreffenden Sportart vergrößern. Dies gilt für Kampfsport-arten und alle sonstigen Sportarten, bei denen es aufgrund des Naheverhältnisses der Sportteilnehmer zu Gefährdungen oder Verletzungen kommen kann (z.B. Radrennen oder Fußball).

Schadenersatzansprüche aufgrund eines Sportunfalls im Rahmen einer Sportveranstaltung werden daher nur bei groben Verstößen gegen die Sportregel erfolgreich durchsetzbar sein. Typische leichte Regelverstöße sind hingegen im sportspezifischen Risiko enthalten und führen daher nicht zu einem solchen Anspruch.
Auch Schadenersatzansprüche gegenüber dem Veranstalter eines Wettkampfes kommen in Betracht. Diesen trifft üblicherweise eine vertragliche Pflicht, die Sportteilnehmer und auch Dritte (z.B. Zuschauer) vor entsprechenden Gefahren zu schützen.

Versicherungsdeckung des Unfalls?
Bei einem Sportunfall als Freizeitunfall handelt es sich um ein Schadensereignis, das dem privaten Risikobereich zuzuordnen ist und durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht gedeckt ist. Die Behandlungskosten sind zwar durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt, nicht aber die Folgeschäden. Dies kann durch den Abschluss einer privaten Unfallversicherung abgedeckt werden.

Als Schädiger hat man rasch mit hohen Schadenersatzforderungen im Falle eines Unfalles zu rechnen. Es empfiehlt sich daher der Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung. Üblicherweise ist in Österreich eine solche Privathaftpflichtversicherung beim Abschluss einer Haushaltsversicherung inkludiert.

Rechtsanwalt
Da mit einem Rad-Sportunfall in der Regel Körperschäden bzw. höhere Sachschäden ver-bunden sind, wird die Einholung rechtlicher Auskunft jedenfalls empfohlen. Zu prüfen wird insofern sein, wer den Schaden zu bezahlen hat, ob hierfür Privathaftpflichtdeckung besteht (wenn selbst verschuldet). Ein Rechtsanwalt kann darüber informieren, welche Ansprüche dem Geschädigten überhaupt zustehen, in welcher Höhe und wie diese geltend zu machen sind.

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12.10.2015 | Mail an den Autor

Ein Stand wehrt sich

Der Rechtsanwaltstarif ist eine Säule, um der Anwaltschaft eine angemessene Entlohnung zu sichern. Der Tarif ist seit 7 Jahren eingefroren, die Inflation beträgt inzwischen mehr als 15 Prozent. Die Justizminister Karl und Brandstetter gestanden zwar die Notwendigkeit der Anpassung ein, haben diese aber nicht durchgesetzt. Die Rechtsanwaltschaft sieht sich aufgrund der nicht eingehaltenen politischen Zusagen gezwungen, die kostenlose Rechtsberatung vorläufig ab November einzustellen.
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