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02.09.2013 | Blawgarchiv | Mail an den Autor

Dr. Michael Auer,
2030

Das Umfeld, in dem Rechtsanwälte ihrer Tätigkeit nachgehen, ist einem heftigen Wandel unterworfen. Das betrifft so gut wie jede Berufsgruppe und ist keineswegs ein Spezifikum unseres Standes. Patentrezepte gibt es für niemanden, aber was wir bestimmt sagen können, ist, dass uns der Strukturwandel der Gesellschaft mit Stichworten wie Digitalisierung und  Internationalisierung, mit prekären Arbeitsverhältnissen und enormem Wettbewerb einen neuen Blickwinkel auf unseren Beruf abverlangt. Der Deutsche Anwaltsverein hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit unserer Zukunft bis 2030 beschäftigt. Der Nachwuchs studiert seit Jahren fleißig, die Dichte an Rechtsanwälten ist schon jetzt beachtlich. Der Kampf um die Mandate wird zunehmend härter. Interessensvertretungen oder Rechtschutzversicherer drängen in unsere Geschäftsfelder, um das Standardgeschäft der Beratung an sich zu ziehen.
Eher früher als später werden wir Online-Modelle der Rechtsberatung und der Abwicklung des Kontakts mit unseren Klienten etablieren müssen, oder andere werden das für uns übernehmen. Der Technologie gegenüber
aufgeschlossen zu sein, bedeutet unter anderem, sich für die „Digital Natives“, also für jene Generation potentieller Mandanten fit zu machen, die mit Computer, Mobiltelefon und Socialmedia aufgewachsen ist. Zunehmend sind Flexibilität und hochgradige Spezialisierung gefragt. Kompetenz und Spezialwissen müssen sich in kurzfristigen, projektbezogenen Kooperationen finden, ganz gleich ob das Know-how von größeren Sozietäten oder aus anderen Kanzleistrukturen kommt. Realität ist jedenfalls, dass die Klienten Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Umgang  mit Rechtsanwälten an erster Stelle fordern – unabhängig von jedem Online-Dasein.

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Wiener RAKBlawg

12.10.2015 | Mail an den Autor

Ein Stand wehrt sich

Der Rechtsanwaltstarif ist eine Säule, um der Anwaltschaft eine angemessene Entlohnung zu sichern. Der Tarif ist seit 7 Jahren eingefroren, die Inflation beträgt inzwischen mehr als 15 Prozent. Die Justizminister Karl und Brandstetter gestanden zwar die Notwendigkeit der Anpassung ein, haben diese aber nicht durchgesetzt. Die Rechtsanwaltschaft sieht sich aufgrund der nicht eingehaltenen politischen Zusagen gezwungen, die kostenlose Rechtsberatung vorläufig ab November einzustellen.
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