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03.06.2013 | Blawgarchiv | Mail an den Autor

Dr. Stefan Prochaska,
Vielschichtig

Wir Rechtsanwälte beobachten seit Jahren, wie immer mehr Gesetze, Verordnungen und Erlässe unser Leben bestimmen. Von der Errungenschaft der Rechtssicherheit bis zur Verrechtlichung aller Lebensbereiche ist es da nur ein kleiner Schritt. Zwangsläufig fühlen sich Bürgerinnen und Bürger überfordert, nicht zuletzt, weil ihr persönlicher Handlungsspielraum immer weiter eingeschränkt wird. Die Aufgabe der Rechtsanwälte ist es, ihre Grundrechte zu schützen und eine Balance herzustellen, damit sie immer noch als Individuen wahrgenommen werden und Rechte wahren können. Im Vergleich zu unseren Anfangszeiten hat sich das Berufsbild des Rechtsanwalts daher drastisch verändert. Mandanten geht es schon lange nicht mehr nur um rechtliche Auskünfte. Sie wollen immer öfter Berater an ihrer Seite, die Anforderungen an den Rechtsanwalt und die Rechtanwältin sind  also vielschichtig. Wirtschaftliches Wissen, unternehmerisches Denken und Verständnis für alle Lebenslagen sind unerlässlich. Ein Rechtsanwalt, der im Bereich Mergers & Acquisitions arbeitet und keine Bilanz lesen kann, ist fehl am Platz. Übernehmen Kollegen beispielsweise Sachwalterschaften, werden sie zu umfassenden Sozialmanagerinnen und -managern, die sich im Dschungel der Förderungen zu bewegen wissen müssen. Mit den sozialen Medien wurden neue Problemfelder aufgeworfen, die im Gesetz noch nicht einmal verankert sind. Das Portfolio verschiebt sich also in neue Bereiche, die selbstverständlich mitbetreut werden. Das Wissen dafür stammt nicht zwingend aus einem Studium. Aber es muss da sein. Unser Stand besitzt die Bereitschaft, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen und sich Wissen anzueignen. Wir Rechtsanwälte sind stolz auf unsere vielschichtige Rolle im Rechtsstaat. Treu, verschwiegen und unabhängig zu sein, bleiben unsere  Grundprinzipien.

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Leistungsbericht 2017 Anwaltsakademie

Wiener RAKBlawg

12.10.2015 | Mail an den Autor

Ein Stand wehrt sich

Der Rechtsanwaltstarif ist eine Säule, um der Anwaltschaft eine angemessene Entlohnung zu sichern. Der Tarif ist seit 7 Jahren eingefroren, die Inflation beträgt inzwischen mehr als 15 Prozent. Die Justizminister Karl und Brandstetter gestanden zwar die Notwendigkeit der Anpassung ein, haben diese aber nicht durchgesetzt. Die Rechtsanwaltschaft sieht sich aufgrund der nicht eingehaltenen politischen Zusagen gezwungen, die kostenlose Rechtsberatung vorläufig ab November einzustellen.
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